Französische Revolution

1789 bis 1799

Licht und Schatten beim Kampf um Demokratie und Menschenrechte

Der Kupferstich zeigt eine brutale Szene: Am 21. Januar 1793 wurde der (zuvor bereits abgesetzte) französische König Ludwig XVI. in Paris vor den Augen der Öffentlichkeit mit der Guillotine geköpft. Im selben Jahr begann der „große Terror“, bei dem in Paris und vielen anderen Orten in Frankreich Zehntausende ebenfalls meist mit dem Fallbeil hingerichtet wurden. Der „Klub“ (heute würde man sagen: die Partei) der Jakobiner hatte die Macht im revolutionären Frankreich erobert und bekämpfte die angeblichen Feinde der Revolution mit Terror und Schrecken (Modul 6).

Georg Heinrich Sieveking: Hinrichtung Ludwig XVI., Kupferstich von 1793 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia)

Die Terrorherrschaft der Jakobiner gilt heute als Kehrseite eines der wichtigsten Ereignisse der Neuzeit, der Französischen Revolution. Angetrieben von der schlechten Versorgungslage und politischer Bevormundung war die Unzufriedenheit (Modul 3) unter der Bevölkerung Frankreichs Ende des 18. Jahrhunderts so stark angewachsen, dass es im Juli 1789 in Paris und anderen Städten zu Ausschreitungen kam. In Paris wurde am 14. Juli die Bastille (das Pariser Stadtgefängnis) erstürmt und die Gefangenen freigelassen (Modul 4).

Bereits im Juni hatte sich der dritte Stand zur Nationalversammlung erklärt und forderte mehr Macht. Unter der Parole „Liberté – Égalité – Fraternité“ (Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit) schaffte das neue Parlament die Feudalherrschaft und die Leibeigenschaft ab. Die von der Nationalversammlung beschlossene Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Modul 5) am 26. August 1789 gilt aus heutiger Sicht als positiver Höhepunkt der Revolution, bilden sie doch (zwar in veränderte Form) bis heute die Grundlage der Verfassungen vieler Staaten und auch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

So zeigte sich in den zehn Jahren der Revolution (von 1789 bis 1799, als Napoleon die Revolution für beendet erklärte) sowohl Licht als auch Schatten – und sie wird deshalb bis heute kontrovers beurteilt (Modul 7). In dieser Modulserie lernst du beide Seiten kennen und sollst deine eigenen Urteile fällen.

Einstieg

1 Ballhaus Schwur Französische Revolution | Kreuzworträtsel

Wissen

  leicht | ca. 20 min

Stationen der Französischen Revolution

2 Verlauf der Französischen Revolution

Überblick | Begriffe

◼  leicht | ca. 30 min

3 Ungleichheit Der dritte Stand | Karikatur

Quellen untersuchen: Karikatur | Ständegesellschaft

◼ ◼  mittel | ca. 30 min

4 Sturm auf die Bastille | Perspektiven vergleichen

Quellen untersuchen: Zeitungsartikel und Berichte | Perspektiven | Protest und Aufruhr

◼ ◼ ◼  schwer | ca. 40 min

5 Menschenrechte Menschenrechte | „Libres et égaux“

Verstehen und Urteilen | Rechte und Menschenrechte

◼ ◼  mittel | ca. 40 min

6 Jakobiner-Herrschaft | „Tugend und Terror“

Quellen untersuchen: Karikatur und Rede | Terror

◼ ◼ ◼  schwer | ca. 40 min

Abschluss

7 Der 14. Juli – der geeignete Nationalfeiertag?

Klassenmodul: Kugellager | Erinnern und gedenken

◼ ◼  mittel | ca. 40 min

Nach Abschluss einer Modulserie sollst du hier deine Ergebnisse und deinen Lernerfolg selbst evaluieren (das heißt: kritisch beurteilen)

Die Zeitangaben geben eine Orientierung für die Bearbeitungsdauer der Module

Bildnachweise zu den Vorschaubildern in den Lernmodulen

Methode | Thema | Schwierigkeitsgrade:  ◼ leicht    ◼ ◼ mittel   ◼ ◼ ◼ schwer (auch Oberstufe)

Selber Fragen stellen

Als Zusatzmodul kannst du auch eigene Fragen an die Zeit der Französischen Revolution stellen – und sie dir selbst beantworten. Formuliere eine Frage zu einem Thema, das dich besonders interessiert. Du kannst dich von deiner Lehrerin oder deinem Lehrer beraten lassen, wie du die Frage am besten beantworten kannst und wo du die notwendigen Informationen findest.

Hier ein paar Ideen zu weiteren Themen:

▪ Während der Französischen Revolution kämpften die Frauen um die Gleichberechtigung, gründeten Frauenklubs und demonstrierten gegen soziale Ungerechtigkeit (Marsch der Frauen nach Versailles im Oktober 1789).

▪ Die Herrscher in den Nachbarstaaten Frankreichs waren entsetzt über die revolutionären Ereignisse. 1791 schlossen sich Österreich und Preußen gegen Frankreich zusammen. 1792 begann der erste Koalitionskrieg.

▪ Ludwig XVI. wurde am 21. Januar 1793 mit der Guillotine hingerichtet. Dem König wurde der Prozess gemacht und er wurde wegen „Verschwörung gegen die öffentliche Freiheit und die Sicherheit des gesamten Staates“ verurteilt.

▪ 1799 wurde Napoleon „Erster Konsul“ Frankreichs. Fünf Jahre später krönte er sich selbst zum Kaiser. Wenige Jahre zuvor hatten die Franzosen ihren König gestürzt. Jetzt aber akzeptierten sie die Alleinherrschaft Napoleons.

Vielleicht hast du noch Fragen zu anderen Themen? Informiere dich auch im Internet über die Französische Revolution – hier ein paar Linktipps:

ZUM | Die Französische Revolution | Überblick über den Verlauf

Hanisauland – Politik für dich | Politik-Lexikon, Hinweise zum Begriff Revolution

Französische Revolution | Linktipps auf der Seite „Bildungsserver Hamburg“

Stichworte zur Modulserie Französische Revolution | Bastille | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Karikatur | Terror | Perspektiven | Menschenrechte