Caesars Krieg gegen die Helvetier

Imperium Romanum | Modul 5 | Quellen untersuchen: Textquelle | Krieg ◻◻ mittel | ca. 40 min

SchweizerKarte Galliens zur Zeit Caesars (Feitscherg, Map Gallia Tribes Towns, CC BY-SA 3.0, Wikimedia, Lupe: eigene Montage): Bild anklicken

 

Zwischen 58 und 51/50 v. Chr. eroberte und unterwarf Gaius Julius Caesar, der Statthalter der römischen Provinzen Gallia Cisalpina und Gallia Narbonensis, das bis dahin noch „freie Gallien“. Caesar berichtet in seinem Werk commentarii de bello gallico (Berichte über den Gallischen Krieg) nicht nur ausführlich über seine Arbeit als Statthalter und den Krieg in Gallien, sondern rechtfertigt sich auch gegenüber dem Senat in Rom. Am Anfang der langen und blutigen Kämpfe in Gallien stand der Krieg gegen die Helvetier. In diesem Modul lernst du, wie Caesar seinen Angriff auf die Helvetier begründet. Er spricht dabei von sich in der dritten Person. Mit „er“ ist also kein anderer als Caesar selbst gemeint.

Tipp | Im Anschluss an dieses Modul kannst du das Modul Bellum iustum – gerechter Krieg? bearbeiten. In diesem Modul geht es um die Frage, wie römische Geschichtsschreiber und heutige Historiker den Gallischen Krieg Caesars aus der Rückschau beurteilen.

 

Aufgaben

 

1 | Bringe die folgenden Textabschnitte aus Caesars "Gallischem Krieg" in die richtige Reihenfolge. Erkläre, wieso es nach seiner Darstellung zum Krieg gegen die Helvetier kam. Wie begründet er die Notwendigkeit des Krieges?

 

Quelle | Gaius Julius Caesar: Commentarii de bello gallico (Buch 1, Kapitel 7ff.)

Die Texte in eckigen Klammern sind eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse zwischen den Textauszügen

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[Caesar ließ eine Mauer bauen, um die Helvetier daran zu hindern, durch die römische Provinz zu gehen. Als die Gesandten nach zwei Wochen erneut zu Caesar kamen, verbot er ihnen durch das Gebiet zu ziehen und drohte an, dass er alle ihre Versuche verhindern würde. Dennoch versuchten die Helvetier den Durchzug, mussten aber aufgeben und verhandelten mit den Sequanern, ob sie durch deren Gebiet ziehen dürften.]

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[An der Saône überraschte Caesar nachts die Helvetier, als sie dabei waren den Fluss zu überqueren und fügte ihnen eine große Niederlage zu.]

Er griff sie, als sie noch ungeordnet und auf keine Feindseligkeit gefasst waren, an und machte sie großenteils nieder; was sich retten konnte, ergriff die Flucht und versteckte sich in den nächsten Wäldern. Es waren dies die Helvetier des Tiguriner-Gaus. Die Gesamtheit der helvetischen Bevölkerung bildet nämlich vier solche Gaue. Dieser eine Gau hatte schon in älteren Zeiten einmal die Heimat verlassen, den römischen Konsul Lucius Cassius geschlagen und dessen Heer durchs Joch geschickt. So wurde der Teil der helvetischen Bevölkerung, der dem römischen Volk früher jene große Niederlage beigebracht hatte, ob durch Zufall oder absichtliche Fügung der unsterblichen Götter, zuerst bestraft. 

[Caesar verfolgte die Helvetier weiter, diese schicken Gesandten und bieten an, wenn die Römer friedlich seien, würden sie dahinziehen und sich dort ansiedeln, wo Caesar wollte. Wenn die Römer aber weiterhin feindlich gesinnt seien, so würden sie sich mit der gleichen Tapferkeit verteidigen mit der sie früher (107 v.Chr.) schon einmal die Römer besiegt hätten. Auf Caesars Forderung nach Geiseln gingen die Helvetier nicht, ein und der Krieg ging weiter bis bei der Entscheidungsschlacht bei Bibractae das Heer der Helvetier vernichtend geschlagen wird, und sie sich aufgrund ihrer schlechten Versorgungslage den Römern unterwerfen müssen.]

 

2 | Um zu überprüfen, ob du den Text verstanden hast, bearbeite das folgende Quiz. Bringe die Karten in die richtige Reihenfolge (von links oben nach rechts unten). Klicke auf die Karten, um die Texte lesen zu können. 

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3 | Was könnte ein Helvetier an Caesars Darstellung auszusetzen haben? Notiere zwei oder drei Punkte und begründe jeweils kurz.

 

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder – einfach mit Stift und Papier –  in deine Geschichtsmappe schreiben.
Du kannst die Antworten aber auch direkt unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Das ist allerdings nicht mit allen Geräten möglich. Hier erhältst du weitere Informationen.

Autorin dieses Moduls: Elisabeth Leng, Köln

Stichworte zum Modul Caesars Krieg gegen die Helvetier | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | De bello gallico | Über den Gallischen Krieg | Gaius Iulius Julius Caesar | Schweiz | Schweizer | bellum iustum | gerechter Krieg

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