Methode | Bildquellen untersuchen

Bilder: links: Bundesarchiv Bild 146-1971-003-65, Berlin, Kameramänner vor dem Schloss, CC BY-SA 3.0 DE, rechts: Public Domain   Bildquellen geben uns eine visuelle Vorstellung über die Vergangenheit. Häufig werden sie deshalb nur zur Illustration von Darstellungen und Texten über vergangener Zeiten verwendet. Dabei wird übersehen, dass Bildquellen genauso kritisch zu befragen sind wie Textquellen. Jedes Bild wurde vom Zeichner, Künstler oder Fotografen mit einer bestimmten Absicht erstellt. Bilder können uns immer nur einen Ausschnitt der Vergangenheit aus einer bestimmten Perspektive zeigen. Zeichnungen und Gemälde können zudem auch nur der Phantasie des Zeichners oder Künstlers entsprungen sein. Die Analyse von Bildquellen ist deshalb eine wichtige Methode des Geschichtsunterrichts. Auf dieser Seite findest du erstens ein Muster, wie Bildquellen in drei Schritten … weiterlesen

Der dritte Stand | Eine Karikatur analysieren

Französische Revolution | Modul 2 | Quellen untersuchen: Karikatur | Ständegesellschaft | ◻◻ mittel | ca. 30 min Ende des 18. Jahrhunderts spitzten sich gesellschaftliche Konflikte in Frankreich zu. Um welche Konflikte ging es? Um diese Frage zu beantworten sollst du eine Bildquelle aus dem Jahr 1789 untersuchen. Karikaturen auf Flugblättern waren zur Zeit der Französischen Revolution ein wichtiges Medium, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zu kritisieren. Viele Menschen konnten weder lesen noch schreiben, die Bildsprache der Karikatur aber konnten sie verstehen.     Unbekannter Zeichner (Initialen: M.P.): „A faut esperer q’eu.s jeu la finira bentot“ (Es darf gehofft werden, dass das Spiel bald vorbei ist), Karikatur von 1789 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia) | Die roten Punkte geben dir Hinweise … weiterlesen

Depicting the conflict – a British perspective

American History | Modul 7 | Quellen untersuchen: Karikatur | Protest und Aufstände | ◻◻ mittel | ca. 30 min Philipe Dawe: The Bostonians Paying the Excise-man, or Tarring and Feathering, Karikatir von 1774 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken    Vokabelliste   Since the Stamp Act of 1765, the British colonists in North America had rejected several taxes and tariffs which the British government had tried to impose. A central argument of the protesting colonists was that they could not decide about their own taxes, as they were not directly represented in the British Parliament – “no taxation without representation” became their slogan. As a result, new taxes were often met with protests, boycotts and … weiterlesen

Imperialismus – Kolonialismus – Rassismus

Kaiserreich und Imperialismus | Modul 9 | Quellen untersuchen: Textquellen und Karikaturen | Weltbilder und Ideologien ◻◻◻ schwer | ca. 50 min Cecil John Rhodes: The Rhodes Colossus, Karikatur (Ausschnitt) von 1892 (siehe Quelle 3) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia Commons): Bild anklicken   Bereits im 16. Jahrhundert begannen verschiedene europäische Großmächte, Teile der Welt zu erobern und zu kolonisieren (siehe hierzu die Modulserie Zeitalter der europäischen Expansion). Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein neuer Wettlauf einiger europäischer Staaten um die Vormachtstellung in der Welt. Besonders Frankreich,  Großbritannien und das Deutsche Reich konkurrierten um Kolonien in Afrika und Ostasien. Wie schon bei der spanischen Eroberung Amerikas im 16. Jahrhundert gingen die Europäer mit der indigenen Bevölkerung in … weiterlesen

Zensur: „Die gute Presse“ | Karikatur

Revolution 1848 | Modul 5 | Quellen untersuchen: Karikatur | Gegenwartsbezug | Mediengeschichte ◻◻ mittel | ca. 20 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Im Vormärz versuchten die Könige und Fürsten der Staaten des Deutschen Bundes die demokratischen und nationalistischen Ideen zu unterdrücken. In den Karlsbader Beschlüssen von 1819 legten sie dafür unter anderem ein strenges Pressegesetz fest. Die rigide Pressezensur blieb über drei Jahrzehnte bestehen. 1847, also kurz vor der Revolution, erschien in der populären Zeitschrift „Der Leuchtturm“ folgende Karikatur. Unbekannter Zeichner: „Die gute Presse“ – Karikatur in der Zeitschrift „Leuchtturm“ von 1847 Vollständiges Bild und Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia): Bild anklicken   Aufgaben Falls die Anwendung nicht reagiert oder zum Vergrößern hier klicken!     Die Antworten … weiterlesen

„Wat heulst’n kleener Hampelmann?“ | Karikatur

Revolution 1848 | Modul 11 | Quellen untersuchen: Karikatur | Perspektiven | ◻◻ mittel | ca. 30 min Nur wenige Tage nach Verabschiedung der Verfassung lehnte Friedrich Wilhelm IV. am 3. April 1849 die Kaiserwürde aus den Händen der Revolutionäre ab. Das wichtigste Ziel der Revolutionäre von 1848 – die Gründung eines deutschen Nationalstaats – war damit gescheitert. Die Düsseldorfer Monathefte waren eine Satirezeitschrift (ähnlich wie heute die Zeitschrift Titanic), die während der Revolution eine hohe Auflage erzielte. Am 19. April 1849 erschien folgende Karikatur des Zeichners Ferdinand Schröder, der selbst Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung war. Die Karikatur zeigt viele verschiedene Details, die heute teilweise nur schwer zu entschlüsseln sind.    „Wat heulst’n kleener Hampelmann?“ „Ick habe Ihr’n Kleenen ’ne … weiterlesen

Reformation und Glaubensspaltung

Proteste, Reformation und Kriege | Modul 2 | Verstehen und urteilen | Religion | ◻◻ mittel | ca. 40 min Public Domain, siehe unten   Martin Luther löste 1517 die Reformation der Kirche durch die Veröffentlichung seiner 95 Thesen gegen den Ablasshandel aus. Reformation bedeutete im Sinne Luthers (anders als wir heute den Begriff „Reform“ verwenden) eine Rückkehr zu den Anfängen der Kirche. Er forderte eine Rückbesinnung auf die Bibel und die christlichen Werte – und eine Abkehr vom Papst und der Amtskirche.  Luther war Mönch und Priester und arbeitete als Professor an der Universität in Wittenberg (eine Kleinstadt zwischen Leipzig und Berlin). Seine Thesen verbreiteten sich rasch. Der Papst versuchte Luther zu bekämpfen, indem er ihn 1521 exkommunizierte (das heißt: … weiterlesen

Die Menge schrie: „Hunger!“ | „Heimatfront“

Erster Weltkrieg | Modul 6 | Quellen untersuchen: Bildpostkarte und Polizeiberichte | Geschichte(n) schreiben | Kriegsalltag | ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Unbekannter Fotograf: Anstehen nach Brot während des Ersten Weltkriegs (Foto vermutlich von 1914) | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Bundesarchiv Bild 183-R00012, Anstehen nach Brot in Deutschland, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken   Schon wenige Monate nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurden im Deutschen Reich die Lebensmittel knapp. Ab 1915 ra­tionierten die Behörden die Grundnah­rungsmittel und gaben Lebensmittelkar­ten aus. Dennoch kam es bald zu Versor­gungsengpässen. Lange Schlangen vor den Geschäften und Hunger wurden zum Alltag der Menschen. In der offiziellen Propaganda wurde die nicht im Krieg kämpfende Bevölkerung „Heimatfront“ genannt. … weiterlesen

„Jeder Schuss ein Russ…“ | Feindbilder

Erster Weltkrieg | Modul 3 | Quellen untersuchen: Bildpostkarten und Plakate | Gegenwartsbezug | Feindbilder und Propaganda | ◻◻ mittel | ca. 30 min „Jeder Schuß ein Russ“ | deutsche Bildpostkarte, versendet im September 1914 | Bildnachweis: mit freundlicher Genehmigung von bildpostkarten.uni-osnabrueck.de   Mit Postkarten oder Plakaten wurde im Ersten Weltkrieg Stimmung gegen die Feinde gemacht. In den verschiedenen am Krieg beteiligten Ländern verbreitete die staatliche Propaganda Feind-„Bilder“, die den Gegner verächtlich machen sollten. Neben Plakaten waren Postkarten dafür ein besonders wirkungsvolles Mittel, weil die Soldaten an der Front und ihre Angehörigen nur durch Feldpost in Kontakt stehen konnten. Im Ersten Weltkrieg wurden viele Millionen Feldpostbriefe und Postkarten verschickt. Wie funktionieren Feindbilder und welche Sprache und Bildmotive werden dafür benutzt? … weiterlesen

„Tugend und Terror“ | Die Jakobiner-Herrschaft

Französische Revolution | Modul 5 | Quellen untersuchen: Karikatur und Rede | Terror | ◻◻ mittel | ca. 40 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Ein gutes Jahr, von Juni 1793 bis Juli 1794, dauerte die „grande Terreur“ – der „große Terror“. Unter der Herrschaft der Jakobiner wurden viele Menschen mit der Guillotine (dem Fallbeil) hingerichtet. Wer waren die Jakobiner und wie rechtfertigten sie Terror und Schrecken?   Setze zunächst die Karikatur richtig zusammen (im Vollbildmodus [Button unten rechts] kannst du mehr Details erkennen): James Gillray (britischer Karikaturist): The Zenith of French Glory, Karikatur von 12. Februar 1793 | Bildnachweis (Public Domain, Wikimedia) The Zenith of French Glory The Pinnacle of Liberty Religion, Justice, Loyality & all the Bugbears of Unenlightend … weiterlesen

Flugblätter und Karikaturen

Proteste, Reformation und Kriege | Modul 3 | Quellen untersuchen: Karikaturen | Feindbilder | ◻ leicht | ca. 20 min Unter den zahlreichen Bildquellen aus der Zeit der Reformation finden sich auch viele Karikaturen, die als Flugblätter verteilt wurden und viele Menschen erreichten. Als Karikatur wird eine Zeichnung bezeichnet, die bewusst komisch und übertrieben ist. Im Unterschied zu einem Comic handelt es sich meist nur um ein Bild, auf dem eine Person oder gesellschaftliche Zustände kritisiert werden. Nicht nur die Protestanten benutzten Bilder und Karikaturen, um ihre Botschaften zu verbreiten. Auch die sogenannte Gegenreformation (gemeint ist die Reaktion der katholischen Kirche auf die Reformationsbewegung) brachte Karikaturen in Umlauf.    Karikatur 1 | Unbekannter Zeichner: Ego sum papa (Ich bin der … weiterlesen

„Der muss hinaus, hinaus!“ | Bäder-Antisemitismus

Kaiserreich und Imperialismus | Modul 7 | Quellen untersuchen: Text- und Bildquellen | Ausgrenzung und Verfolgung ◻◻ mittel | ca. 30 min | optionale vertiefende Aufgabe: 20 min Textauszug aus einem Borkum-Reiseführer von 1897 | B. Huismann, Die Nordseeinsel Borkum einst und jetzt, Borkum 1897, S. 119.   Die Ausgrenzung und Verfolgung von Juden verbindet man in Deutschland meist mit der Zeit des Nationalsozialismus. Aber bereits im Kaiserreich wurden Juden diskriminiert. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Massentourismus. Die Menschen reisten damals allerdings selten in fremde Länder. Beliebte Reiseziele innerhalb des Deutschen Reiches waren die Seebäder an Nord- und Ostsee. Viele dieser Touristenziele warben offen damit, dass jüdische Gäste nicht willkommen seien. Wie äußerte sich die Ausgrenzung der Juden – … weiterlesen