Krise der Weimarer Republik | Wahlplakat analysieren

Weimarer Republik | Modul 7 | Quellen untersuchen: Wahlplakate | Demokratie | Wahlen | ◻◻ mittel | ca. 40 min

Weimarer Republik WahlenDas Foto wurde am Tag der fünften Reichstagswahl, dem 31. Juli 1932, vor einem Wahllokal  in Berlin aufgenommen. Sechs Männer und eine Frau versuchen, mit Wahlplakaten Werbung für verschiedene Parteien zu machen; von links: zweimal die NSDAP („Nationalsozialisten“ oder „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“), das Zentrum (bürgerliche Partei der Katholiken), die SPD („Sozialdemokraten“ oder „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“), die KPD („Kommunistische Partei Deutschlands“), die DNVP („Deutsch-nationale Volkspartei“, national-konservativ) und die DVP („Deutsche Volkspartei“, national-liberal). Diese und weitere Plakate kannst du dir auf der Seite Wahlplakate-Archiv ansehen. Auf den Seiten von LeMO kannst du dir das Plakat der Nationalsozialisten (1. von links) und dass der KPD (5. von links) im Detail anschauen. Auf den Plakaten steht oft das Wort Liste – womit in der Weimarer Republik der Listenplatz auf dem Wahlzettel gemeint war. Die Partei, die bei der vorangegangen Wahl die meisten Stimmen erhielt, stand auf Listenplatz 1, die zweite auf Platz 2 usw. | Unbekannter Fotograf: Vor einem Wahllokal in Berlin am 31. Juli 1932 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Bundesarchiv Bild 102-03497A, Berlin, Propaganda zur Reichstagswahl, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken

 

In den 14 Jahren des Bestehens der Weimarer Republik wurde oft gewählt. Zwar sollten Reichstagswahlen laut Verfassung nur alle vier Jahre stattfinden. Weil die Regierungskoalitionen häufig wechselten (es gab bis zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 12 Reichskanzler und 20 Reichsregierungen) und es oft schwierig war, eine mehrheitsfähige Koalition zwischen den Parteien zu bilden, wurde zwischen 1920 und 1932 insgesamt sieben Mal ein neuer Reichstag gewählt. Daneben gab es 1925 und 1932 zwei Reichspräsidentenwahlen.

Während der Weimarer Republik spielte deshalb Wahlwerbung eine große Rolle. Bis heute sind zahlreiche Wahlplakate überliefert, die zum Teil deutlich zeigen, wie heftig unter den Parteien gestritten wurde. In diesem Modul sollst du ein solches Wahlplakat genauer analysieren.

 

Aufgaben

Zetrum 1932

Bildquelle | Theo Matjeko: Plakat des Zentrums zur Reichstagswahl 1930 | Bildnachweis (KAS-Politischer Gegner, Nationalsozialisten-Bild-15738-2, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia): Bild anklicken

 

1 | Schau dir das Wahlplakat mit Hilfe der Lupenfunktion genauer an und führe mit Hilfe der Seite Methode | Bildquellen untersuchen eine Quellenanalyse durch.

Erster Eindruck

A | Beschreibung der Bildquelle

B | Einordnung der Bildquelle in den historischen Zusammenhang

Informiere dich für die Einordnung in den historischen Zusammenhang auf den Seiten von Zeitenklicks erstens über die die Zentrums-Partei, zweitens über die Weltwirtschaftskrise und drittens über die Präsidialkabinette in der Endphase der Weimarer Republik. Lass auch die Informationen aus folgendem Schaubild in die Einordnung einfließen. Es zeigt, wie sich die Stimmenanteile der Parteien vor und nach 1930 verändert haben. Die meisten der Parteien unterstützten (mehr oder weniger) die Republik und die Demokratie. Die Kommunisten (KPD) auf der linken Seite und die Nationalsozialisten (NSDAP) auf der rechten Seite hingegen sagten ganz offen, dass sie den demokratischen Staat abschaffen wollten.

Schaubild CC BY SA segu Geschichte | Daten s. hier

C | Beurteilung der Bildquelle

Den ersten Eindruck überprüfen

 

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder – einfach mit Stift und Papier –  in deine Geschichtsmappe schreiben.
Du kannst die Antworten aber auch direkt unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Das ist allerdings nicht mit allen Geräten möglich. Hier erhältst du weitere Informationen.

Stichworte zum Modul Ende der Weimarer Republik | Wahlplakate |  Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht | Wahlplakate | Wahlergebnisse Reichstsagswahl

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