„The Fourth German Reich“ ? | Deutsche Vereinigung 1990

Bundesrepublik Deutschland | Modul 8 | Quellen untersuchen: Testquellen | Wandel | ◻◻ mittel | ca. 30 min

Waltraud Grubitzsch: „Umflaggen“ von DDR-Fahnen – durch das Heraustrennen des DDR-Emblems von Hammer und Zirkel konnten die Fahnen als schwarz-rot-goldene Flaggen im vereinten Deutschland genutzt werden | Foto vom 20. September 1990 | Vollständiges Bild und Bildnachweis (Grubitzsch (geb. Raphael), Waltraud / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1990-0920-012, Leipzig, Näherinnen entfernen DDR-Symbole, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia): Bild anklicken

 

Während der friedlichen Revolution in der DDR war oft der Spruch „Wir sind das Volk“ zu hören. Schon kurz nach dem Fall der Mauer am 9. November wurde der Slogan abgewandelt: Viele Menschen riefen jetzt „Wir sind ein Volk“ und drückten damit ihren Wunsch nach einer Vereinigung Deutschlands aus.

Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) stellte am 28. November (also nicht einmal drei Wochen nach dem Fall der Mauer) im Bundestag ein 10 Punkte-Programm vor, in dem er als Ziel formulierte: „Die Wiedervereinigung, das heißt die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands, bleibt das politische Ziel der Bundesregierung.“ In den kommenden Monaten wurde sowohl im In- als auch im Ausland über den Weg der Vereinigung von Bundesrepublik und DDR kontrovers gestritten. Im Wahlkampf vor den einzigen freien Wahlen der DDR am 18. März 1990 war die Haltung der Parteien zur Vereinigung das vorherrschende Thema. Außenpolitisch gelang es Kohl, die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs in den Verhandlungen über den  Zwei-plus-Vier-Vertrags für das Projekt der Vereinigung zu gewinnen und – nach 45 Jahren – eine verbindliche Friedensordnung für die Nachkriegszeit zu schaffen. So wurden bis zum Herbst 1990 die außenpolitischen Weichen für die Einheit Deutschlands gestellt. Der Bundestag und die Volkskammer der DDR beschlossen, den Vereinigung am den 3. Oktober 1990 zu vollziehen.

In diesem Modul lernst du die Sicht des Auslands auf den Prozess der Vereinigung vom November 1989 bis zum Herbst 1990 anhand verschiedener Quellen kennen – sowohl von Politikern als auch von Journalisten.

 

Aufgaben

quellen

1 | Öffne die Seite mit den Quellen. Es sind zwar viele (insgesamt sechs), dafür aber jeweils kurze Quellen. Sie sind in chronologischer Reihenfolge angeordnet. Lies sie dir der Reihe nach durch.

a) Liste diejenigen Quellen auf, in denen die Vereinigung beider deutschen Staaten begrüßt wird. Fasse diese dafür angeführten Gründe jeweils in einem Satz zusammen.

b) Liste diejenigen Quellen auf, in denen Probleme an oder Alternativen zu einer möglichen Vereinigung genannt werden. Fasse die angeführten Gründe jeweils in einem Satz zusammen.

 

2 | Überprüfe: Wähle drei der Quellen aus und diskutiere: Welche der Einschätzungen über die Vereinigung von 1990 hat sich im Nachhinein als zutreffend oder eher nicht zutreffend erwiesen? Gib den vier Einschätzungen eine Schulnote von 1 bis 6 (1= sehr zutreffend - 6= überhaupt nicht zutreffend) und begründe jeweils in einem Satz.

Erste ausgewählte Quelle

Zweite ausgewählte Quelle

Dritte ausgewählte Quelle

 

Die Antworten zu den Aufgaben kannst du entweder – einfach mit Stift und Papier –  in deine Geschichtsmappe schreiben.
Du kannst die Antworten aber auch direkt unter den Aufgaben eingeben und anschließend ausdrucken oder als pdf abspeichern. Das ist allerdings nicht mit allen Geräten möglich. Hier erhältst du weitere Informationen.

Stichworte zum Modul Deutsche Vereinigung 1990 | Geschichte | Geschichtsunterricht | Unterricht

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