Imperialismus – Kolonialismus – Rassismus | Bildquellen

 

Die drei Bildquellen gehören zum Modul Imperialismus – Kolonialismus – Rassismus

 

Bildquelle 1 | Henri Meyer:  En Chine. Le gâteau des Rois et… des Empereurs (Übersetzung: In China: Der Kuchen der Könige und  … der Kaiser) |  französische Karikatur von 1898 | erschienen in „Le Petit Journal“ (eine Pariser Tageszeitung) am 16. Januar 1898

Unten in der Karikatur sind (von links) zu sehen: Königin Victoria (Großbritannien), Kaiser Wilhelm II. (Deutsches Reich), Zar Nikolaus II. (Russland), die französische Nationalfigur Marianne und Kaiser Meiji (Japan); sie teilen den „Kuchen“ China untereinander auf. Die Figur im Hintergrund symbolisiert (vermutlich) den chinesischen Kaiser (in der Tracht eines sogenannten Mandarin. Lange Fingernägel galten in China als Statussymbol, das zum Ausdruck bringen soll, keine körperliche Arbeit verrichten zu müssen), der die Aufteilung Chinas zwar verhindern möchte, aber machtlos zuschauen muss. Einige Figuren werden als aggressiv karikiert und damit abschätzig beurteilt (die britische Königin, der chinesische, deutsche und japanische Kaiser), während der russische Zar und Marianne positiv dargestellt werden. Dadurch wird die französische Perspektive des Karikaturisten deutlich, denn Frankreich und Russland waren seit 1894 Verbündete. | Bildnachweis (Public Domain (via Wikimedia): Bild anklicken

Kolialismus Imperialismus

 


 

Bildquelle 2 | „Bilder aus Afrika – Beim Photographen“ | Liebig-Bild von 1906

Liebig-Bilder waren Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sehr populäre Sammelbilder (ähnlich heutiger Fußball-Sammelbilder). Den Dosen von „Liebig Fleischextrakt“ (zum Kochen von Fleischbrühe und Suppen) war ein etwa 7 mal 10 cm großes Bild aus einer Serie von jeweils sechs Bildern beigefügt. Hier kannst du dir die ganze Serie „Bilder aus Afrika“ anschauen. Die Bilder geben abschätzige Stereotype über indigene Menschen aus Afrika wieder (dicke Lippen, ein gewollt dümmlicher Gesichtsausdruck, Nacktheit als Ausdruck angeblicher Primitivität). | Bildnachweis (Public Domain (via Wikimedia): Bild anklicken

Liebig Afrika Bilder

 


 

Bildquelle 3 | Edward Linley Sambourne: The Rhodes Colossus (Übersetzung: Der Koloss von Rhodos; gleichzeitig eine Anspielung auf Cecil Rhodes) |  Karikatur von 1892 | erschienen im „Punch“ (britische Satirezeitschrift) am 10. Dezember 1892

Unter den Kolonialmächten, die im 19. Jahrhundert Afrika unter sich aufteilten, hatten Frankreich und Großbritannien eine Vormachtstellung. Die Franzosen hatten die meisten Teile Westafrikas, die Briten viele Gebiete in Ostafrika kolonisiert, darunter beispielsweise Ägypten, den Sudan und Südafrika. Deshalb plante Großbritannien eine Eisenbahn- und Telegrafenverbindung quer durch den ganzen Kontinent. Der sogenannte Kap-Kairo-Plan wurde allerdings nie vollständig umgesetzt. Der Karikaturist des britischen Satiremagazins Punch wollte mit seiner Zeichnung die überhebliche britische Kolonialpolitik kritisieren. | Bildnachweis (Public Domain (via Wikimedia): Bild anklicken

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